Wenn du dich kostenlosregistrierst kannst du neue Themen verfassen, an Umfragen teilnehmen und vieles mehr. Falls Du bei der Registrierung oder Anmeldung Probleme hast, dann kontaktiere uns.
Das war eine großartige Schlacht zwischen Rossi und Lorenzo. (Soll heißen, zwischen dem alten und neuen Schumacher, nur eben nicht im Kleinmädchenformat sondern in der Männerklasse.)
Beide aus demselben Rennstall und mit fast genau derselben Maschine, aber eben nicht mit derselben Erfahrung. Lorenzo hat mit seinen 22 Jahren schon mehr erreicht als Rossi damals im selben Alter und hat Rossi bei dessen Heim-Grand-Prix in Italien die Schau gestohlen. Diesmal war es Lorenzos Heim-Grand-Prix in Spanien, bei ordentlich heißem Wetter.
Nach einem Kampf auf Leben und Tod in den letzten fünf Runden (bei rund 300 km/h) gewann Rossi durch ein Überholmanöver ein paar Meter vor Schluss mit 0,9 Sekunden Vorsprung. In der WM stehen jetzt drei Fahrer auf Platz 1, mit, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, jeweils 116 Punkten.
Im Anschluss "gratulierte" der Italiener dem Spanier auch Spanisch und der Spanier sagte dem Italiener für das nächste Rennen den Kampf an. Auf Italienisch.
Im ersten Teil des Rennens tauchten plötzlich drei Motorräder nebeneinander auf und Rossi (in der Quali knapp hinter Lorenzo) eroberte sich Platz 1.
Nachdem er eine Weile erfolglos versucht hatte, Lorenzo abzuhängen, ließ er Lorenzo vorbei, hängte sich in seinen Fahrtwind und studierte seine Stärken und Schwächen.
Auf den letzten paar Runden ging es dann los. Rossi griff an und überholte. An den verrücktesten Stellen wurde überholt und zurück überholt. Einmal kam es zu Berührung und Funken. In der letzten Runde schien Lorenzo dann doch das entscheidende Manöver geschafft zu haben. Bis Rossi dann in der letzten Kurve so spät bremste wie noch nie jemand in der Geschichte des Motorrads. Das war eigentlich keine Stelle, an der man überholen kann. Aber er schaffte die Kurve auch ohne Bremsen .
Hinterher erzählte Rossi, er habe das ganze Wochenende davon geträumt, an dieser Stelle zu überholen.
Geändert von Dosamma in London (14.06.2009 um 18:06 Uhr)
Klingt nicht schlecht.
Eine Bekannte von mir schaut auch immer MotoGP an und ist sehr begeistert (besonders von Rossi ).
Aufgrund der ungünstigen Zeiten habe ich leider kaum mal Gelegenheit, da reinzuschauen.
Klingt nicht schlecht.
Eine Bekannte von mir schaut auch immer MotoGP an und ist sehr begeistert (besonders von Rossi ).
Aufgrund der ungünstigen Zeiten habe ich leider kaum mal Gelegenheit, da reinzuschauen.
Kommt auf BBC2 zu einer vernünftigen Zeit am Sonntagnachmittag. Das kann man per Satellit empfangen oder im BBC iplayer online ansehen. Bei letzterem weiß ich aber nicht, wie das mit einer deutschen IP-Adresse und den globalen Vermarktungsrechten bestellt ist.
Ich gucke mir das erst seit kurzem an, aber genieße es sehr. Unvergleichbar besser als die großvermarkteten Alternativen. Habe mir letzte Woche als "Impulskauf" eine Hayabusa als Zweitrad zugekauft. Vielleicht fahre ich ja selber mal ein paar Runden in Donington Park oder so.
Kommt ja auch auf Eurosport.
Aber am Sonntagnachmittag sitze ich halt eher selten vor dem Fernseher.
Besonders wenn das Wetter so schön ist wie heute.
Hier noch einmal die letzten zwei Runden zum Genießen. http://www.youtube.com/watch?v=r3DGZWeu5h8
Ich stelle fest, dass der Kommentator auf DSF wesentlich mehr ins Schreien kommt als der auf BBC.
Und sogar im Ducatiforum wird Yamaha-Rossi gelobt wie noch nie ein Fahrer.
Um mal kurz ein Wort über die Rennserie für kleine Jungs und Möchtegern-Fahrer zu verlieren: mal sehen wie die Formel 1 in Zukunft heißt. Das geht ja rund. Irgendwelche Meinungen?
Ich fände es ja amüsant, wenn die FOTA ihre Rennserie aufmachen würde und einige Teams gleichzeitig (aus vertraglichen Gründen) ihr drittbestes Auto in die F1 schicken würden.
Aber da spricht ja leider einiges dagegen, und einen Gewinn machen würde die FOTA-Serie auf absehbare Zeit auch nicht. Bei den Indycars in den USA hat man ja gesehen, dass das das Ende des Sports bedeuten könnte.
Das würde mich eigentlich auch freuen, denn im Vergleich zu MotoGP ist Formel 1 ja doch Geldverschwendung, Umweltverschmutzung und schrecklich langweilig. Nachtanken, Entscheidungen in der Boxengasse, jede Menge komplizierte Regeln, Unmengen alberne Ausrüstung... na ja -- wem's noch gefällt...
Geändert von Dosamma in London (21.06.2009 um 13:05 Uhr)
Nun ja, zumindest ist das die Gelegenheit für einen Neuanfang, eben ohne kompliziertes Regelwerk u.ä., und vor allem ohne die Mosley-Ecclestone-Connection. Die Fans dürfte es wenig scheren wie das Gebilde letztendlich heißt, wichtig ist dass die großen Rennställe und die besten Fahrer dabei sind, und dass auf den traditionsreichen Kursten gefahren wird, wo auch die Fans sind.
Ich gebe den Rebellen gute Chancen.
Nun ja, zumindest ist das die Gelegenheit für einen Neuanfang, eben ohne kompliziertes Regelwerk u.ä., und vor allem ohne die Mosley-Ecclestone-Connection. Die Fans dürfte es wenig scheren wie das Gebilde letztendlich heißt, wichtig ist dass die großen Rennställe und die besten Fahrer dabei sind, und dass auf den traditionsreichen Kursten gefahren wird, wo auch die Fans sind.
Ich gebe den Rebellen gute Chancen.
Wo sollen die denn ihre Sponsorenverträge herbekommen? Die meisten Sponsoren suchen derzeit eher nach Ausreden, sich zurückzuziehen. Und ohne den Wert des brand name "Formel 1" in der Bilanz ist die Finanzierung wesentlich schwieriger.
Dazu kommt noch, dass sie vom Geschäft nicht genug verstehen. Denn das ist ja das Know How der Ecclestone-Mannschaft. Briatore möchte zwar gerne der neue Ecclestone werden, aber da fehlt ihm ja von vornherein die Glaubwürdigkeit -- mangels Neutralität und Objektivität usw.
Ich denke, die Alternativen sind eine Rückkehr zur Formel 1 mit Kompromissen oder der Untergang der Branche. Aber was weiß ich. Gar nichts. Ich verfolge das ja gar nicht richtig und lese auch nicht, was die Experten dazu sagen.
Wo sollen die denn ihre Sponsorenverträge herbekommen? Die meisten Sponsoren suchen derzeit eher nach Ausreden, sich zurückzuziehen. Und ohne den Wert des brand name "Formel 1" in der Bilanz ist die Finanzierung wesentlich schwieriger.
Dazu kommt noch, dass sie vom Geschäft nicht genug verstehen. Denn das ist ja das Know How der Ecclestone-Mannschaft. Briatore möchte zwar gerne der neue Ecclestone werden, aber da fehlt ihm ja von vornherein die Glaubwürdigkeit -- mangels Neutralität und Objektivität usw.
Ich denke, die Alternativen sind eine Rückkehr zur Formel 1 mit Kompromissen oder der Untergang der Branche. Aber was weiß ich. Gar nichts. Ich verfolge das ja gar nicht richtig und lese auch nicht, was die Experten dazu sagen.
Es ist ja nicht so, dass nur Ecclestone was von Vermarktung versteht. Meines Wissens betreibt Ferrari mehr oder weniger ohnehin schon länger eine eigene Rennserie, evtl. kann man da in den bestehenden Betrieb einsteigen.
Ich sehe da eher rechtliche Probleme mit der bestehenden Formel 1, man hat da sicher längerfristige Verträge, und wenn Mosley und Ecclestone amok laufen...
Es ist ja nicht so, dass nur Ecclestone was von Vermarktung versteht. Meines Wissens betreibt Ferrari mehr oder weniger ohnehin schon länger eine eigene Rennserie, evtl. kann man da in den bestehenden Betrieb einsteigen.
Ich sehe da eher rechtliche Probleme mit der bestehenden Formel 1, man hat da sicher längerfristige Verträge, und wenn Mosley und Ecclestone amok laufen...
Einerseits haben einige der acht "abtrünnigen" Teams noch Verträge für kommende Laufzeiten. Die ließen sich vielleicht erfüllen. (Daher meine Gedanken weiter oben, die mich persönlich sehr amüsieren, aber so bin ich.)
Andererseits haben sie wohl auch Nichtwettbewerbsklauseln unterschrieben und auch das kostet noch einmal Kohle. Das kann sich Ferrari vielleicht leisten, aber wahrscheinlich nicht alle. Und eine Formel Ferrari und Freunde wäre ja wohl noch langweiliger als die Formel 1, oder nicht?
Einerseits haben einige der acht "abtrünnigen" Teams noch Verträge für kommende Laufzeiten. Die ließen sich vielleicht erfüllen. (Daher meine Gedanken weiter oben, die mich persönlich sehr amüsieren, aber so bin ich.)
Andererseits haben sie wohl auch Nichtwettbewerbsklauseln unterschrieben und auch das kostet noch einmal Kohle. Das kann sich Ferrari vielleicht leisten, aber wahrscheinlich nicht alle. Und eine Formel Ferrari und Freunde wäre ja wohl noch langweiliger als die Formel 1, oder nicht?
Ich finde ja, dass die F1 derzeit so interessant ist wie lange nicht. Und wenn alle großen Teams überlaufen, und danach sieht es im Moment ja aus, ist die neue Serie nicht weniger attraktiv. Speziell wenn man wieder auf Traditionsstrecken wie Silverstone fährt und nicht zweimal im Jahr bei den Arabern.
Ich finde ja, dass die F1 derzeit so interessant ist wie lange nicht. Und wenn alle großen Teams überlaufen, und danach sieht es im Moment ja aus, ist die neue Serie nicht weniger attraktiv. Speziell wenn man wieder auf Traditionsstrecken wie Silverstone fährt und nicht zweimal im Jahr bei den Arabern.
Stimmt. Auf Williams können wir gerne verzichten. Und wenn man nicht mehr so oft bei den Arabern fährt, gibt es weniger Kohle zu verheizen. Dann müsste man noch für mehr Überholmanöver sorgen und für weniger pit stops -- indem man auf zwei Räder umsteigt. (Hihihi.)
Jetzt mal im Ernst. Wenn man sich soeben Briatore anhört, ist wohl ziemlich klar, dass es F1 mit Renault nicht geben wird. Wenn man sich jetzt eine Meinung bilden möchte, muss man sich entscheiden, ob man Traditionalist ist oder etwas ganz Neues möchte.
Die Silverstone-Frage ist natürlich ein Nebenschauplatz. Der brit. GP findet nächstes Jahr im heiligen Donington statt, außer, Donington schafft es nicht, die vertraglichen Auflagen zu erfüllen. So oder so wird es wohl einen britischen GP geben, solange es F1 gibt. Vielleicht mal in Silverstone und mal in Donington, aber das ist letztendlich schnuppe.
Der Traditionalist wird sich für das alte britische Produkt F1 entscheiden, mit Williams und ohne Renault. Der Modernisierer wird sich für einen neuen Konkurrenzwettbewerb entscheiden, auch wenn dieser mit schwer zu beziffernder Wahrscheinlichkeit pleite gehen wird und vielleicht die ganze Branche stirbt.
Also machen wir mal eine Umfrage: Was wollt ihr?
Ich enthalte mich der Stimme, denn mir ist es gleich.
Ein weiterer Grund für die Annahme, dass es Formel FOTA nicht geben wird: Formel FOTA müsste die Ryanair-Alternative zur traditionellen Fluglinie F1 werden. Auf billigen Rennstrecken und mit abgespecktem Budget. Aber gerade das abgespeckte Budget wollten die abtrünnigen Mannschaften ja nicht.
Die anderen Teams sind ja nicht blöd. Sie halten Formel FOTA für einen nützlichen traktischen Schachzug, werden ihr aber nicht die Treue halten. Die Ziele sind sehr unterschiedlich. Ferrari und McLaren wollen sich permanent als Chefs der Branche etablieren; Briatore möchte seine eigene Karriere fördern; einige der anderen wollen nur einen größeren Anteil der Kohle sehen und allein deswegen schon hat Formel FOTA keine echte Chance.
Mosley hat ja jetzt versöhnliche Töne angeschlagen. Von einer Klage will er nichts mehr wissen, angeblich stehe man sogar kurz vor einer Einigung. Offensichtlich zeigt es Wirkung, dass die Teams hart geblieben sind.
Mosley hat ja jetzt versöhnliche Töne angeschlagen. Von einer Klage will er nichts mehr wissen, angeblich stehe man sogar kurz vor einer Einigung. Offensichtlich zeigt es Wirkung, dass die Teams hart geblieben sind.
Na ja, es ist halt doch auf die wahrscheinlichste Option hinausgelaufen, einen Kompromiss. Klein beigegeben hat Renault, denn die wollten unter gar keinen Umständen zurückkehren. Oder zumindest Briatore, der das vor drei Tagen noch gesagt hat.
Der GP von Malaysia war ja eigentlich an Dramatik (besonders metereologischer Natur) nicht zu übertreffen -- aber der Doktor hat seine Meisterschaft dann ja doch (nur allzu) souverän eingefahren.
Schade, dass im Rückblick so viel über Fahler/ Stürze/ Stoners Krankheit gesprochen wurde, denn diese Saison war einfach grenzenlos beeindruckend. Eins steht fest: das nächste Mal im heiligen Donington bin ich vor Ort. Und wahrscheinlich nicht nur da.